Kinder, Schüler, Lehrer und Eltern sind in der Corona-Krise stark verunsichert worden. Erst wurden die Kitas und Schulen geschlossen, dann in Fern- und Hybrid-Unterricht fortgeführt, der Präsenzunterricht wieder geöffnet und aktuell abermals – teilweise – ausgesetzt.

Im November-Lockdown kam die Unsicherheit aus dem Frühjahr zurück. Dabei waren die Zahlen deutlich höher als ursprünglich von Senat prophezeit. Viele Schüler und Lehrer, ja ganze Klassen und schließlich komplette Schulen mit tausenden Schülern und Lehrern wurden geschlossen.

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Nach-Corona-Massentest-Ida-Ehre-Schule-zehn-Tage-zu-,idaehreschule110.html

Viele Eltern befürchteten eine erneute Schließung der Schulen und eine damit verbundene Benachteiligung ihrer Kinder durch den Hybrid-Unterricht. Auch die als Nebeneffekt auftretenden Probleme der alternativen Kindesbetreuung spielten hier, für die seit dem Lockdown im Frühjahr schon finanziell stark geforderten, Bevölkerungsschichten eine Rolle.

Genau zu diesem Zeitpunkt förderten die geänderten Testkriterien des RKI jene Sorgen ungemein!
Kinder und Schüler sollten nicht mehr bei „einfachen“ Erkältungssymptomen getestet werden, da die Labore überlastet und die Gesundheitsämter die Nachverfolgung nicht mehr gewährleisten konnten.

IM HERBST! Was wurde über den Sommer hinweg eigentlich – neben dem Urlaubsabbau – zur Vorbereitung der seit Monaten prophezeiten zweiten Welle unternommen?

Noch im August hat das RKI Schnupfen bei Kindern zu den Symptomen für eine mögliche Coronainfektion gezählt.

https://www.mdr.de/nachrichten/politik/regional/schnupfen-durchaus-corona-symptom-kita-verbot-ist-laendersache-100.html

Wenn dieses jetzt nicht mehr ausreichen soll, um einen Test durchzuführen, können wir uns einen wahrhaft heißen Corona-Herbst einstellen. Die Kontaktbeschränkungen gerade bei Kleinkindern sind in Kitas nicht und an Schulen nur schlecht umzusetzen; zumindest die Kritik an fehlenden Plänen des Hamburger Senats wird immer lauter.

Auf der anderen Seite wird im Profisport weiterhin mehrmals in der Woche getestet!

Spieler, Trainer, Funktionäre und andere Beteiligte, die allesamt als nicht systemrelevant zu bewerten sind, dürfen weiterhin die Labore, mit denen private Verträge zur Testung bestehen, belasten, aber die Kinder in Deutschland dürfen sich ruhig mit Corona infizieren und ihre Infektion weiter tragen.

Getreu dem Motto: Wo keine Testung, da keine Erkrankung.